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Biokraftstoffe sorgen für 10 Millionen Tonnen weniger CO2

Dank der Verwendung von Biokraftstoffen wurden im Jahr 2018 deutschlandweit 9,5 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent vermieden. Laut jährlichem Evaluations- und Erfahrungsbericht der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) beträgt die durchschnittliche Gesamteinsparung von Treibhausgasemissionen somit 83,8 Prozent im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen. War der Anteil von Biokraftstoffen in den Jahren 2015 bis 2017 noch relativ konstant, stieg dieser im letzten Jahr um sechs Prozent an.

Biodiesel mit größtem Anteil

Die in Deutschland hauptsächlich genutzten Biokraftstoffe sind Biodiesel, Biomethan und Bioethanol. Weil diese chemisch nahezu identisch mit ihren fossilen Äquivalenten Diesel, Benzin und Erdgas sind, ist deren Vermischung problemlos möglich.

Im Jahr 2018 wurden in Deutschland exakt 3,538 Millionen Tonnen Biokraftstoffe verwendet. Davon entfallen alleine 72 Prozent auf Biodiesel, der hierzulande meist aus Rapsöl hergestellt wird. Auf dem zweiten Platz folgt Bioethanol mit 26 Prozent. Laut Bericht ist zudem auffällig, dass der Anteil von Abfällen und Reststoffen für die Produktion der Biokraftstoffe zunimmt. Dieser Anteil stieg von 29,4 Prozent (2017) auf 35,8 Prozent (2018). 

Gesetz regelt Beimischungspflicht

Im Jahr 2003 verabschiedete die EU eine neue Energiesteuer-Richtlinie mit dem Ziel, Treibhausgasemissionen zu verringern und den Anteil erneuerbarer Energien zu steigern. Seit 2007 regelt zudem das Biokraftstoffquotengesetz der Bundesrepublik Deutschland die Beimischungsquote von Biokraftstoffen zu fossilen Kraftstoffen. So muss der an deutschen Tankstellen erhältliche Diesel rund sieben Prozent Biodiesel enthalten. Der Anteil von Bioethanol im Benzin beträgt zwischen fünf und zehn Prozent.

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