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Wasserstoff-Lkw Nikola Tre wird in Ulm gebaut

Der Wasserstoff-Lkw Nikola Tre wird in Ulm gebaut. Das gaben die Kooperationspartner IVECO, Nikola Motor und CNH Industrial kürzlich via Presseerklärung bekannt. Als Produktionsort wird die bereits bestehende IVECO-Fertigungsstätte in Ulm genutzt. Dort soll der Nikola Tre erst als batterieelektrisch betriebener Truck gebaut und in den folgenden Jahren ebenfalls mit Brennstoffzellenantrieb ausgestattet werden. Als Produktionsstart ist das erste Quartal 2021 vorgesehen.

Nikola Tre speziell für den europäischen Markt

Die 2014 gegründete Nikola Motor Company ist vor allem für ihre revolutionären Brennstoffzellen-Lkw bekannt. Je nach Modell schaffen die Null-Emissions-Trucks eine Reichweite bis 2000 Kilometer – und zwar ausschließlich mit Wasserstoff im Tank. 

Die reinen Brennstoffzellen-Lkw Nikola „One“ und „Two“ sind für den nordamerikanischen Markt vorgesehenen und sollen voraussichtlich ab 2021 produziert werden. Im November 2018 stellte das Unternehmen aus Salt Lake City mit dem Nikola Tre zudem einen weiteren Schwerlast-Lkw vor, der speziell für den europäischen Markt konzipiert ist.

Erst Batterie dann Brennstoffzelle

Die ersten Nikola Lkw, die in Ulm produziert werden, sind die batterieelektrischen 4×2- und 6×2-Fahrzeuge mit modularen und skalierbaren Batterien und einer Kapazität von bis zu 720 kWh. Der elektrische Antrieb verfügt über maximal 480 kW Dauerleistung. 

Die Entwicklung des ersten Nikola Elektro-Lkw war von Anfang an modular ausgelegt. Als Basis diente der Nikola Tre FCEV (Fuel Cell Electric Vehicle), also der Brennstoffzellen-Lkw von Nikola Motor. Die Form der Brennstoffzelle war dabei Ausgangspunkt für das Design der Batterie. Dadurch kann der Elektro-Lkw „Nikola Tre Battery Electric Vehicle (BEV)“ relativ einfach auf Brennstoffzellenantrieb umgerüstet werden. Mit diesem Ansatz wollen die Kooperationspartner auf lange Sicht beide Technologien gleichzeitig anbieten.

Produktionsstart in Ulm ab Frühjahr 2021

Im Rahmen der Partnerschaft im Bereich der Schwer-Lkw mit alternativen Antrieben hat CNH Industrial als Hauptinvestor 250 Millionen Dollar in die Nikola Motor Company investiert. In der ersten Phase des Projekts investiert das Joint Venture 40 Millionen Euro, um die Produktionsanlagen in Ulm zu modernisieren. Aktuell liegt dort das Kompetenz-Zentrum für die Konstruktion und das Design von Fahrgestellen für IVECO. In Zukunft soll im Ulmer Werk ebenfalls die Endmontage des Nikola Tre Elektro-Lkw erfolgen. Der Produktionsstart ist für das erste Quartal 2021 vorgesehen. Die Auslieferung des Nikola TRE soll im selben Jahr erfolgen.

Das Ulmer Werk wird von den spanischen IVECO-Fertigungsstandorten Valladolid und Madrid mit Modulen beliefert, was einen schnellen Produktionshochlauf ermöglicht. Gerrit Marx, President Commercial and Speciality Vehicles bei CNH Industrial, erklärt dazu: „Dank unseres Goldstandard-World-Class-Manufacturing-Standortes in Madrid, wo der IVECO S-Way produziert wird, sind wir in der Lage, die Endmontage, die Antriebs-Integration und die High-End-Ausführungen des Nikola TRE zu beschleunigen, so dass eine zeitige Markteinführung für 2021 möglich ist.“

Elektrische Versionen des Lkw-Antriebs mit Brennstoffzellen, die auf derselben Plattform gebaut werden, werden 2021 im Rahmen des von der Europäischen Union unterstützten H2-Haul-Programms getestet. Die Markteinführung des Nikola Tre mit Brennstoffzellenantrieb ist für 2023 geplant.

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