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Aufbau der Batterieforschungsfabrik in Münster startet

Die Fraunhofer-Gesellschaft startet den Aufbau der „Forschungsfertigung Batteriezelle.“ Ziel ist es, eine Forschungsfabrik zu errichten, die zu einem bundesweiten Entwicklungszentrum für Batteriezellproduktion werden soll. Ab Februar 2020 beginnen Wissenschaftler des Instituts offiziell mit der Umsetzung des Projekts. Die Fabrik soll bis 2022 im Hansa-BusinessPark in Münster entstehen.

Akkus „Made in Germany“

Eine der wichtigsten Voraussetzungen für flächendeckende Elektromobilität sind leistungsstarke Batterien. Dass die deutsche Industrie eben diese Entwicklung lange verschlafen hat, wird wohl niemand ernsthaft bestreiten. Zum Glück unternimmt die Bundesregierung nun endlich nötige Schritte, um den teils gewaltigen Vorsprung auf Unternehmen aus China, Frankreich und den USA zu verkürzen.

Eine der Maßnahmen für mehr Akkus „Made in Germany“ ist die Errichtung eines Entwicklungszentrums für Batteriezellen. Ende Juni entschied die Bundesregierung, das bundesweite Batterieforschungszentrum in Münster zu errichten.

Zentrales Entwicklungszentrum für ganz Deutschland

Die neue Forschungsfabrik soll zum Entwicklungszentrum einer Batteriezellenproduktion für ganz Deutschland werden. Konkret will man die bestehende Wissenslücke in der Wertschöpfungskette, von der Herstellung bis hin zum Recycling von Batteriezellen, schließen. Letztendlich soll die Abhängigkeit von anderen Märkten vermieden und die Batteriezellenproduktion in Deutschland unterstützt werden. „Die Batterietechnologie hat als Schlüsseltechnologie eine zentrale Bedeutung für den Forschungs- und Wirtschaftsstandort Deutschland“, erklärt Prof. Wolf-Dieter Lukas, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Batteriezellenfabrik ab 2022

Das Projektteam der Fraunhofer-Gesellschaft und die Forschungspartner in Nordrhein-Westfalen beginnen nun damit, das Konzept für eine „Forschungsfertigung Batteriezelle“ umzusetzen. Dafür stellt die Stadt Münster kostenlos Räumlichkeiten in der Nähe der Universität Münster zur Verfügung. Ab Februar 2020 werden die Wissenschaftler den Aufbau des Projekts im Hansa-BusinessPark im Süden der Stadt betreuen. Dort soll die Batterieforschungsfabrik bis 2022 auf einem Grundstück mit rund 40 000 Quadratmetern entstehen. Auch Professor Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, betont die Wichtigkeit des Projekts: „Die Forschungsfertigung Batteriezelle ist ein Projekt von nationaler und europäischer Bedeutung. Stromspeicher haben als Schlüsselbausteine für die Energie- und Mobilitätswende integrale Bedeutung für zentrale Wirtschaftszweige am Standort Deutschland.“

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit rund 500 Millionen Euro gefördert. Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt Aufbau und Betrieb der Batterieforschungsfabrik mit mehr als 200 Millionen Euro.

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