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E-Skates im urbanen Straßenverkehr

Rollschuhe mit Elektroantrieb als urbanes Fortbewegungsmittel

Von der Halfpipe in die City: Skateboards, Inlineskates und Roller sind mittlerweile beliebte Fortbewegungsmittel und aus unseren Innenstädten nicht mehr wegzudenken. In Zeiten der Elektromobilität bieten diese Fahrzeuge enorme Möglichkeiten als emissionsfreie Verkehrsmittel für Kurzstrecken. Doch elektrisch betriebene Skateboards, Hovershoes und Inliners haben leider ein großes Problem: Die deutsche Straßenkehrsordnung!

Der neue Trend in Sachen Fortbewegung

Im August stellte Segway auf der IFA in Berlin Rollschuhe mit E-Antrieb vor. Nach Elektro-Rollern und Hoverboards nun also das nächste Kleinfahrzeug mit E-Antrieb, welches vor allem bei jungen Altersklassen auf großes Interesse stoßen wird. Auch andere Hersteller wie IO Hawk oder Inmotion folgen dem Trend und freuen sich vor allem in den USA über steigende Verkaufszahlen. Der Grund liegt auf der Hand: In Großstädten sind die elektrischen Kleinfahrzeuge perfekt für die mitunter weiten Wege bis zur nächsten U-Bahn-Haltestelle. Und im Vergleich zu überfüllten öffentlichen Verkehrsmitteln während des Berufsverkehrs, macht der Arbeitsweg mit E-Skates oder Hovershoes garantiert mehr Spaß. Doch der Teufel liegt wie so oft im Detail oder in diesem Fall eher in der deutschen Straßenverkehrsordnung versteckt.

Warum das Gesetz E-Mobilität verhindert

In der Bundesrepublik Deutschland brauchen alle Fahrzeuge, die bauartbedingt eine Geschwindigkeit über 6 km/h erreichen, eine offizielle Zulassung. Die Segway E-Skates erreichen laut Hersteller eine Höchstgeschwindigkeit von 12 km/h und sollten damit eigentlich unter die Mobilitätshilfenverordnung (MobHV) fallen. Doch selbst das trifft leider nicht zu. Da elektrisch betriebene Rollschuhe, Skateboards und Hoverboards nicht, wie im Gesetzestext verlangt, über keine „lenkerähnliche Haltestange“ verfügen, ist diese Art von „elektronischen Mobilitätshilfen“ für den öffentlichen Straßenverkehr in Deutschland grundsätzlich nicht zugelassen!

Elektrokleinfahrzeuge in anderen Ländern

Andere Länder sind in diesem Punkt wesentlich weiter. In Schweden werden diese Fahrzeuge wie Fahrräder behandelt. In Belgien oder Österreich ist für elektrisch betriebene Leichtfahrzeuge keine spezielle Fahrerlaubnis erforderlich. In Norwegen besteht nicht einmal eine Helmpflicht für Elektrokleinstfahrzeuge.

Während man diese Liste noch ewig weiterführen könnte, bleibt die Nutzung von elektrischen Fahrzeugen ohne Lenkhilfe im öffentlichen Straßenverkehr in Deutschland weiterhin verboten.

E-Skaten könnte so schön sein!

Die E-Skates von Segway verfügen über einen 250-Watt-Elektromotor. Damit erreichen sie eine Geschwindigkeit von 12 km/h. Der Akku hält etwa 45 Minuten. Die Steuerung der selbstbalancierenden Rollschuhe übernehmen die Lagesensoren mit Mikroprozessor. Ein Skate wiegt etwa 3,5 Kilogramm und kann somit jederzeit auch im Rucksack transportiert werden. Eigentlich wären die E-Skates somit eine ideale Mobilitätshilfe zur urbanen Fortbewegung!

Ausgeliefert werden die E-Rollschuhe mit CE-Zertifizierung und der Garantie, dass dieses Produkt den europäischen Normen für den Schutz des Verbrauchers hinsichtlich der Gesundheit und Umwelt genügt. Dadurch hat man wenigstens beim skaten auf Privatgelände ein gutes Gewissen!

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