ElektroantriebLkw und Kleintransport

Hermes erhält die ersten eSprinter und eVito

Hermes erhält die ersten 20 eVito aus der Serienproduktion und zudem die ersten acht eSprinter Pilotfahrzeuge. Die Transporter wurden von Mercedes-Benz Vans im Rahmen der Eröffnung des Hermes Logistikcenters in Hamburg übergeben. Das KEP-Unternehmen möchte in den nächsten Jahren 1.500 Mercedes-Benz Elektrotransporter in die Lieferflotte integrieren. Bis 2025 will Hermes die 80 größten deutschen Innenstädte emissionsfrei beliefern.

Die Kooperation zwischen Mercedes-Benz Vans und Hermes zur „elektrischen Lieferung im urbanen Umfeld“ begann 2018 in den Pilotstädten Hamburg und Stuttgart. Die neuen Serien-eVito ergänzen die bereits eingesetzten Pilotfahrzeuge bei der Auslieferung auf der letzten Meile.

Technische Daten des eVito

Der neue Mercedes-Benz eVito ist mit einer Batteriekapazität von 41 kWh ausgestattet. Die Reichweite liegt zwischen 100 und 150 Kilometer. Die maximale Ladezeit beträgt sechs Stunden. Als Höchstgeschwindigkeit gibt Mercedes-Benz, je nach Konfiguration, 120 km/h an. In der Basisversion verfügt der eVito über eine maximale Zuladung von 1.015 Kilogramm, was etwa dem Wert des herkömmlichen Dieselfahrzeugs entspricht. Die Batterien sind platzsparend unter dem Fahrzeug angebracht und nehmen somit keinen Laderaum in Anspruch.

eSprinter noch als Vorserien-Fahrzeug

Bei den acht eSprintern handelt es sich aktuell noch um Vorserien-Fahrzeuge. Diese werden in Stuttgart und Hamburg nun im Realeinsatz getestet. Nach Angaben von Mercedes-Benz Trucks wird die Serienproduktion des eSprinter in der zweiten Jahreshälfte 2019 starten. Dieser wird zu Beginn als Kastenwagen mit Hochdach und zulässigem Gesamtgewicht von 3.500 Kilogramm angeboten. Das maximale Ladevolumen des neuen eSprinter liegt, ebenso wie beim Diesel-Fahrzeug, bei 10 Kubikmeter. Die Batteriekapazität beträgt 55 kWh. Bei einer Zuladung von 900 Kilogramm liegt die Reichweite laut Hersteller bei durchschnittlich 150 Kilometer. Ähnlich wie beim Elektro-Vito lässt sich die Höchstgeschwindigkeit des Elektro-Sprinter zwischen 80 und 120 km/h konfigurieren.

eActros bereits im Einsatz

Bereits seit September testet Hermes einen vollelektrischen Lkw Mercedes-Benz eActros im Verteilerverkehr. Die maximal zulässige Achslast liegt bei 11,5 Tonnen. Als Basis für den eActros dient der Rahmen des herkömmlichen Mercedes-Benz Actros Trucks. Zusätzlich verfügt der eActros über viele Bauteile, die speziell für den vollelektrischen Antrieb benötigt werden. Die zwei Elektromotoren sind in der Nähe der Radnaben der Hinterachse verbaut und sorgen für eine Leistung von jeweils 126 kW. Die maximal zulässige Achslast liegt bei 11,5 Tonnen und ist bei beiden Versionen identisch. Die Kapazität der Lithium-Ionen-Batterien beträgt 240 kWh. Je nach verfügbarer Lademöglichkeit dauert ein vollständiger Ladevorgang zwischen zwei und elf Stunden.

Das Ziel: emissionsfreie Paketlieferung in deutschen Innenstädten

Mit der Zusammenarbeit möchten beide Partner auch generelle Erkenntnisse über das Flottenmanagement vollelektrischer Lieferfahrzeuge gewinnen. Intelligente IT-Lösungen sollen bei der Optimierung von Ladeinfrastruktur und Lastmanagement helfen. Vor allem der administrative Aufwand für den Flottenbetreiber sowie der Arbeitsalltag des Fahrers sollen mithilfe mobiler Dienste perfektioniert werden.

Das Ziel von Hermes lautet, bis 2025 die Paketlieferung in den 80 größten deutschen Innenstädten komplett emissionsfrei zu betreiben. Diese Umstellung beinhaltet den Ausbau der Paket-Shop-Infrastruktur, die Schaffung neuer Mikrodepots, den vermehrten Einsatz von Lastenfahrrädern sowie Pilotprojekte im Bereich des autonomen Fahrens. Hamburg macht dabei nicht zufällig den Anfang: „Es freut uns natürlich sehr, dass wir hier in Hamburg – unserem Heimathafen und Firmensitz – den ersten flächendeckenden Einsatz der E-Transporter testen können“, erklärt Olaf Schabirosky, CEO von Hermes Germany. „Deshalb soll auch die Hamburger Innenstadt die erste sein, in der wir ab Frühjahr komplett CO2-frei zustellen. Im Umkreis von zwei Kilometern rund um das Rathaus kommen die emissionsfreien Elektro-Transporter zum Einsatz. Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung!“

Die Kooperation wird durch das Projekt ZUKUNFT.DE („Zustellverkehre kundenfreundlich, nachhaltig, flexibel und transparent. Durch Emissionsfreiheit“) unterstützt und soll zur Elektrifizierung der Paketauslieferung auf der sogenannten „Letzten Meile“ beitragen. ZUKUNFT.DE wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert.

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