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Bayern gründet „Zentrum Wasserstoff“

Ein Bündnis aus Wissenschaft und Industrie soll den Technologieausbau der Wasserstoffwirtschaft forcieren.

Die Bayerische Staatsregierung hat vor wenigen Tagen die Gründung des „Zentrum Wasserstoff.Bayern (H2.B)“ beschlossen. Mit dem Kompetenz-Cluster am Energiecampus in Nürnberg sollen die enormen Potenziale der Wasserstoffwirtschaft in Bayern vorangebracht werden.

Neue Chance für Wasserstoff als Kraftstoff der Zukunft?

Wasserstoff steht fast sinnbildlich für die Suche nach dem perfekten Energieträger der Zukunft. Unweltfreundlich, selbst produzierbar und immer verfügbar sollte dieser nach Möglichkeit sein. In der Realität wird seit einer gefühlten Ewigkeit an der effizienten Produktion von Wasserstoff geforscht. Meist wurden die einzelnen Forschungsprojekte aber nach wenigen Jahren wieder einstampft. Mit dem Dieselskandal, drohenden Fahrverboten und der Erkenntnis, dass jede natürliche Ressource irgendwann aufgebraucht ist, ist das Thema Wasserstoff als Kraftstoff für die Zukunft mittlerweile wieder top aktuell.

Wasserstoffstrategie für Bayern

Die Bayerische Staatsregierung hat nun das Zentrum Wasserstoff.Bayern (H2.B) gegründet. Das Wasserstoffzentrum, das im Energiecampus Nürnberg untergebracht ist, hat die Aufgabe, unter Einbeziehung von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik in den nächsten Monaten eine bayerische Wasserstoffstrategie zu erarbeiten. „Wasserstoff wird eine tragende Rolle bei der Bewältigung der Energie- und Mobilitätswende spielen“, erklärt Hubert Aiwanger, Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie. „Bayern verfügt über das technologische Wissen und die industriellen Voraussetzungen, um diesem sauberen Energieträger in unserer Heimat zum Durchbruch zu verhelfen.“

Unterstützt wird das H2.B von dem gleichzeitig gegründeten „Wasserstoffbündnis Bayern.“ Das Bündnis besteht aus 16 Partner aus Industrie, Wissenschaft und den bayerischen Kommunen. Das Ziel ist, Wasserstoff als einen Energieträger der Zukunft etablieren. 

Bayern will Vorreiter werden

Mit der Kooperation von H2.B und Wasserstoffbündnis Bayern will die Staatsregierung sicherstellen, zu den Vorreitern innovativer Wasserstofftechnologien zu gehören. Oder wie es die Staatsregierung in ihrer Presseerklärung gewohnt offensiv formuliert: Die Ziele sind, Bayern zum führenden Standort bei der industriellen Fertigung der Wasserstoffschlüsseltechnologien auszubauen, die Technologie-Führerschaft bei der Wasserstoffspeicherung- und Logistik zu etablieren sowie den Ausbau der Tankstellen-Infrastruktur zu beschleunigen.

„Das Wasserstoffauto der nächsten Jahre muss aus Bayern kommen!“ Hubert Aiwanger, Bayer. Staatsminister für Wirtschaft und Energie

Die fachliche Führung des neuen H2.B übernehmen die Wissenschaftler Prof. Dr. Veronika Grimm und Professor Dr. Peter Wasserscheid von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Beide Professoren gehören auch zum Leitungsteam des Energiecampus in Nürnberg.

Die H2.B-Führung wurde beauftragt, geeignete H2-Demonstrationsprojekte zu identifizieren, initiieren und forschend zu begleiten. Bürgerinnen und Bürgern sowie den Kommunen sollen zudem durch Öffentlichkeitsarbeit die Anwendungsmöglichkeiten erlebbar gemacht werden.

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