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Porsche produziert Taycan mit Biogas

Porsche hat vor wenigen Tagen in Stuttgart-Zuffenhausen zwei neue Blockheizkraftwerke in Betrieb genommen. Die jeweils rund zwei Megawatt starken Wärme- und Stromerzeuger werden mit Biogas betrieben, das aus organischen Reststoffen und Bioabfall gewonnen wird. Porsche will damit den vollelektrischen Taycan am Traditionsstandort Zuffenhausen CO2-neutral produzieren.

CO2-neutral in die Zukunft

Ende des Jahres kommt mit dem Taycan der erste vollelektrische Porsche auf den Markt. Für die Produktion des Elektro-Porsche wird am Stammsitz in Stuttgart-Zuffenhausen extra ein neues Werk errichtet. Die „Zero Impact Factory“ soll dabei helfen, den Porsche Taycan möglichst CO2-neutral zu produzieren.

In einem Pilotprojekt testet der Sportwagenhersteller unter anderem die Wirksamkeit einer NOx-absorbierenden High-Tech-Fassade. „Nachhaltigkeit ist die Summe vieler einzelner Elemente“, so Albrecht Reimold, Vorstand Produktion und Logistik der Porsche AG: „Im Herbst rollt unser erster vollelektrischer Sportwagen vom Band, der Taycan. Ihn werden wir am Standort von Anfang an CO2-neutral produzieren. Unser Ziel ist es jedoch, perspektivisch jeglichen ökologischen Fußabdruck zu vermeiden, im Sinne einer Zero Impact Factory.“

Bild: Porsche AG

Strom und Wärme für 12.000 Mitarbeiter

Im nächsten Schritt wurden vor wenigen Tagen die beiden neuen Blockheizkraftwerke in Betrieb genommen. Im Vergleich zu konventionellen Kraftwerken erzeugen diese gleichzeitig Wärme und Strom. Die bei der Energieproduktion entstehende Abwärme wird zu rund 85 Prozent für die Wärme- und Warmwasserversorgung der Büro- und Produktionsgebäude am Standort Zuffenhausen genutzt. Insgesamt fast 12.000 Mitarbeiter werden dann von den Blockheizkraftwerken mit Strom und Wärme versorgt. Ungenutzter Strom wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist.

Bioenergie aus Stuttgart

Die zwei neuen Blockheizkraftwerke ergänzen die bisherigen Anlagen. Diese werden aktuell noch mit Erdgas betrieben und mittelfristig ebenfalls auf Biogas umgestellt. Ab 2021 soll auch Bioenergie aus der städtischen Bioabfall-Anlage der Stadt Stuttgart genutzt werden.

Auch abseits davon scheint das Thema Nachhaltigkeit bei Porsche mittlerweile hohe Priorität zu genießen. In einer im April veröffentlichten Presseerklärung teilte das Unternehmen mit, dass der werksseitige CO2-Ausstoß von 2014 bis 2018 um 75 Prozent reduziert wurde. Grund dafür ist die konsequente Nutzung von TÜV-zertifiziertem Strom aus regenerativen Quellen. Seit Anfang 2017 produziert Porsche nach eigenen Angaben nur noch mit „gekoppeltem“ Naturstrom. Zudem kommen im Vergleich zu 2014 in der Produktion 34 Prozent weniger Lösungsmittel zum Einsatz. Der Wasserverbrauch pro Fahrzeug wurde laut Presseerklärung um 20 Prozent verringert.

Weil nicht jeder Porsche-Mitarbeiter mit dem CO2-neutralen Taycan zur Arbeit fahren kann, hat das Unternehmen ein betriebliches Mobilitäts-Management etabliert. Neben Zuschüssen für ÖPNV-Fahrkarten und flächendeckendem Parkraummanagement, können Mitarbeiter mit der Porsche-Mitfahr-App „TwoGo“ Fahrgemeinschaften zur Arbeit und nach Hause bilden. Und falls in Stuttgart doch einmal Fahrverbote greifen, können alle Mitarbeiter dank „Feinstaub-Ticket“ die Porsche-Standorte im Stuttgarter Raum kostenlos mit öffentlichen Verkehrsmittel erreichen.

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