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Weniger Steuer für E-Autos als Firmenwagen bei Privatnutzung

Regierung senkt geldwerten Vorteil für privat genutzte Dienstwagen

Im Juli 2016 wurde die Kaufprämie zur Förderung von elektrisch betriebenen Fahrzeugen eingeführt. Weil die Zulassungszahlen von E-Autos weit unter den Erwartungen zurück bleiben, greift die Bundesregierung erneut in die Schatulle und beschloss eine Steuersenkung ab 2019 – dieses mal für die Nutzer von Firmenwagen.

Nur noch halber Satz bei geldwerten Vorteil

Bisher musste ein Arbeitnehmer für die private Nutzung seines Firmenwagens monatlich ein Prozent des Listenpreises als geldwerten Vorteil versteuern. Ab 1. Januar 2019 soll dafür nur noch ein halber Satz, also 0,5 % gelten, beschloss die Bundesregierung. Dies gilt für Elektro- und Hybridfahrzeuge die vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2021 angeschafft werden und betrifft sowohl den Kauf eines Neuwagens als auch Leasing.

Diese Reduzierung auf den halben Satz hatten Union und SPD in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart und nun umgesetzt. Die Gesamtkosten der Steuererleichterung werden auf knapp 2 Milliarden Euro geschätzt. Während Opposition und einige Verbände den Beschluss kritisierten soll laut Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer dadurch vor allem auch der Gebrauchtwagenmarkt für Elektro- und Hybridautos angekurbelt werden.

Etwa dreißig Prozent aller KFZ-Neuzulassungen entfällt auf gewerbliche Fahrzeuge. Ein Großteil der Firmenwagen wird geleast. Nach einer Leasingdauer von meist ein bis drei Jahren kommen diese Fahrzeuge schließlich auf den Gebrauchtmarkt. Da diese Leasingrückläufer für Privatkunden preislich durchaus attraktiv sind, könnte die Rechnung vielleicht aufgehen. Das hofft zumindest Scheuer: „Damit kann sich auch ein reger Gebrauchtwagenmarkt etablieren. E-Fahrzeuge werden dadurch preiswerter und für eine breite Kundengruppe interessanter“, so der Bundesverkehrsminister.

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