AutoElektroantrieb

Seat setzt auf Elektroautos

Die VW-Tochter bringt bis 2021 sechs neue Elektro- und Hybridautos auf den Markt.

Auf dem diesjährigen Automobilsalon in Genf präsentierte Seat sein erstes vollelektrisches Fahrzeug. Der el-Born kommt voraussichtlich 2020 auf den Markt und verfügt über eine Reichweite von bis zu 420 Kilometer. Zusätzlich will die spanische VW-Tochter in den nächsten zwei Jahren fünf weitere Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeuge auf den Markt bringen. Der el-Born ist das erste Auto von Seat, das auf der MEB-Plattform von Volkswagen basiert.

El-Born: Das erste Elektroauto von Seat

Der Seat el-Born wurde in Barcelona entwickelt und nach einem Szeneviertel der katalanischen Hauptstadt benannt. Die Produktion erfolgt im Volkswagen-Werk in Zwickau. Die Motorleistung beträgt 150 kW (204 PS). Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h schafft Seats erstes Elektroauto in rund 7,5 Sekunden. Der 62-kWh-Batteriepack ist laut Hersteller in nur 47 Minuten zu 80 Prozent geladen.

Zukunftsfähige Technologien wie autonomes Fahren, Shared Mobility und Konnektivität sind bereits integriert. Der Elektro-Seat verfügt beispielsweise über zwei Systeme für autonomes Fahren, welche eine Teilautomatisierung des Fahrzeugs zur Steuerung von Lenkung, Beschleunigung und Bremsvorgängen ermöglichen. Der el-Born wird zudem das erste Fahrzeug von Seat sein, das auf der Volkswagen MEB-Plattform basiert.

Die neue Strategie der VW-Tochter setzt voll auf Elektromobilität. Bis 2021 will Seat insgesamt sechs Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeuge neu auf den Markt bringen. Das zweite vollelektrische Auto neben dem el-Born wird der ‚Mii‘ sein. Die Modelle Leon und Tarraco sind ab der kommenden Fahrzeuggeneration ebenso als Plug-in-Hybridversion erhältlich, wie der CUPRA Leon und der CUPRA Formentor.

Elektroautos für unter 20.000 Euro

Volkswagen will Elektroautos für den Massenmarkt erschwinglich machen, zumindest gab der Konzern dieses Ziel kürzlich per Presseerklärung bekannt. Aus diesem Grund entwickeln VW und Seat nun gemeinsam eine kleinere Version des MEB-Baukastens. Dieser dient als Plattform für E-Autos mit rund vier Metern Länge. Der Einstiegspreis für die Elektro-Kleinwagen soll dadurch auf unter 20.000 Euro sinken: „Die kleine Elektroplattform ist ein großer Schritt hin zu bezahlbarerer Elektromobilität“, so Dr. Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG. „Seat wird das erste Elektrofahrzeug umsetzen, das speziell für den Stadtverkehr konzipiert ist.“

Neben E-Autos setzt Seat auch vermehrt auf Mikromobilität. Vor einigen Wochen stellte das Unternehmen den Minimo vor, einen vollelektrischen Zweisitzer mit rund einhundert Kilometer Reichweite. Mit dem E-Scooter eXS will sich Seat zudem für die urbane Mobilität der Zukunft fernab von Autos positionieren.

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