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Kitty Hawk Cora: autonomes Flugtaxi mit vollelektrischem Antrieb

Mit dem Senkrechtstarter Cora soll in Neuseeland der weltweit erste Flugtaxi-Service in die Luft gehen.

Cora ist ein vollelektrisches und autonomes Flugtaxi, das speziell für den Flugverkehr im urbanen Raum entwickelt wurde. Laut dem Konzept der Entwickler soll Cora die Passagiere vollautomatisiert zu Hause abholen. Nach einer kürzlich geschlossenen Kooperation mit Air New Zealand hofft der Betreiber Zephyr Airworks, dass der erste kommerzielle Flugtaxi-Service der Welt vielleicht innerhalb der nächsten zwei Jahre möglich ist.

Im März 2010 startete das kalifornische Unternehmen Kitty Hawk mit der Vision, ein autonomes und vollelektrisches Lufttaxi zu entwickeln. Während es bis zum ersten bemannten Testflug sieben Jahre dauerte, gibt Kitty Hawk vor allem in den letzten Monaten ordentlich Gas. Und das nicht ohne Grund: Wenn Cora tatsächlich das erste kommerzielle Flugtaxi der Welt werden soll, dann ist Eile geboten. Die Konkurrenz der VTOL Flugtaxis ist mittlerweile groß und zum Teil schon ein paar Flugmeilen weiter. Neben dem Boeing bieten vor allem die beiden deutschen Unternehmen Lilium Jet und Volocopter die aktuell vielversprechendsten Konzepte für autonome Flugtaxis.

Cora zieht nach Neuseeland um

Auf der Suche nach passenden Partnern zur Umsetzung des autonomen Flugtaxi-Services zog das Projekt Cora von Kalifornien nach Neuseeland um. Im Dezember 2016 wurde mit Zephyr Airworks ein Tochterunternehmen gegründet, das seitdem als Betreiber für die Cora-Flugtaxis in Neuseeland fungiert. Seitdem wurde die Flotte stückweise erweitert. Insgesamt wurden mit dem Cora Flugtaxi mittlerweile über 700 Testflüge absolviert.

VTOL Flugtaxi für urbanen Personentransport

Bei Kitty Hawks Cora handelt es sich um ein VTOL (Vertical Take off and Landing) Fluggerät. Weil für die Senkrechtstarter keine Start- und Landebahn erforderlich ist, können diese problemlos auf flachen Hochhausdächern landen und zur emissionsfreien Personenbeförderung im urbanen Raum eingesetzt werden.

Das autonome Flugtaxi Cora wird von zwölf Elektromotoren angetrieben. Die Propeller funktionieren redundant, also unabhängig voneinander. Sollte ein Propeller ausfallen, hat dies somit keinen Einfluss auf die anderen. Der Cora Prototyp ist für eine Flughöhe bis maximal 1.000 Meter ausgelegt. Die Spannweite des Flugtaxis beträgt rund elf Meter. Als Reichweite gibt der Hersteller 100 Kilometer an. Bei optimalen Bedingungen fliegt Cora rund 180 km/h schnell. Das autonome Flugtaxi ist mit drei redundanten Flugcomputern ausgestattet, die den vollautomatisierten Flug zu jeder Zeit garantieren. Zusätzlich sind zwei Fallschirme mit an Bord.

Kooperation mit Air New Zealand

Kürzlich hat Zephyr Airworks einen Kooperationsvertrag mit Air New Zealand geschlossen. Gemeinsam arbeitet man nun an der Umsetzung des kommerziellen Flugtaxi-Services. Inzwischen verfügt Cora über ein offizielles Flugfähigkeitszertifikat für Neuseeland und USA, was für einen professionellen Flugbetrieb zwingend nötig ist. An weiteren behördlichen Genehmigungen für den Betrieb als autonomes Lufttaxi wird aktuell noch gearbeitet. So wird beispielsweise die Avionics-Flugsoftware in den USA für die endgültige Zertifizierung perfektioniert.

Nach Unternehmensangaben gibt es Cora nicht für Privatpersonen zu kaufen. Das autonome Elektro-Flugzeug soll ausschließlich Fluggesellschaften oder RideSharing-Unternehmen zur Verfügung stehen. Einen Termin, wann Cora offiziell den Betrieb aufnimmt, gibt es aktuell noch nicht. Zephir Airworks hofft, dass der autonome Flugtaxi-Service in Neuseeland ab 2021 startet.

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